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Brian Wilson (US)

Brian Wilson_2015

 

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Do. 20.07.2017 Einlass: 19:00 h Beginn: 20:00 h
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Er ist wohl eine der meist verehrten Personen in der Pop-Musik, die große kreative Kraft hinter einigen der am meisten geschätzten Songs der Rock-Historie. Es ist also wirklich keine Übertreibung, Brian Wilson einen der einflussreichsten Komponisten des vergangenen Jahrhunderts zu nennen.

Seine Eltern spielten beide Klavier, und bereits in der Kindheit war sein stimmliches Talent offensichtlich als er mit seinen jüngeren Brüdern Dennis und Carl zusammen in ihrem Zimmer sang.

Als Teenager in den 1950er Jahren entwickelte er seine Leidenschaft für Harmoniegesang wie den der Four Freshmen und als er in den frühen 1960ern begann die Vokalharmonien mit den Rockrhythmen eines Chuck Berry zu kombinieren, fand Brian seinen Platz an der musikalischen Sonne.

Es dauerte dann auch nicht mehr lang bis er anfing einige der beliebtesten Alben aller Zeiten zu kreieren mit Klassikern wie
Surfer Girl“, „In My Room”,  „I Get Around”, „Don’t Worry Baby”, „Fun, Fun, Fun", „Help Me Rhonda” und „California Girls" um nur ein paar der mehr als zwei Dutzend Top 40 Hits zu nennen, die Brian mitgeschrieben, arrangiert, produziert und mit seiner Family-Band, den Beach Boys, performt hat.

 

Die schönen Harmonien, genialen Hooks und vier Jahre ununterbrochenen kreativen Wachstums und kommerziellen Erfolgs waren für Wilson 1966 nicht mehr zufriedenstellend. Sein künstlerischer Horizont erweiterte sich massiv und allein in diesem Jahr produzierte er so drei Platten, die den Verlauf der Popmusik langfristig und maßgeblich veränderten.

 

Die erste war „Pet Sounds“, die emotionale Biografie des damals 23-jährigen „Autors“ – das Album wird bis heute als eines der großartigsten aller Zeiten gehandelt.

Im Entstehungsprozess schrieb sein Komponist, Arrangeur und Produzent (Brian Wilson in Personalunion) alle Regeln wie ein Album zu sein hatte, neu. Ein Beobachter nannte seine Veröffentlichung gar den „Independence Day“ des Rock’n’Roll.

Wilson arbeitete dafür vorwiegend und erstmals mit Texter und Songschreiber Tony Asher zusammen, es entstanden zwölf neue Lieder, darunter zwei instrumentale. „Pet Sounds“ war wie eine musikalische Leinwand, künstlerisch so uneingeschränkt wie Brian selbst.

In den USA erreichte das Album die Nummer 10, vier Singles stürmten die Charts. Der neu arrangierte Folk-Song „Sloop John B“ auf Nummer 3, „Wouldn’t It Be Nice“ auf Nummer 8, „God Only Knows“ und „Caroline No“ in die Top 40.

Für Sir Paul McCartney stellt „God Only Knows“ einen der schönsten Songs, die jemals geschrieben wurden, dar. „Caroline No“ wurde als Solo-Single von Brian Wilson veröffentlicht (und es sollten 20 Jahre bis zur nächsten vergehen!).

 

Brians zweites Studio-Meisterwerk in dem Jahr wurde zwar erstmals während der „Pet Sounds“-Sessions aufgenommen, aber nicht auf dem Album veröffentlicht, da es zum ersten noch unvollendet war und eine andere „Bestimmung“ hatte. Der Frühling ging in den Sommer über, und Brian nahm immer wieder unterschiedliche Arrangements oder einzelne Teile neu auf, von der „größten Produktion unseres Lebens“ wie er es nannte.

Als „Good Vibrations“ im Herbst 1966 schließlich veröffentlicht wurde, waren alle vollkommen überwältigt von diesem Meilenstein der Musikgeschichte. Es war außerdem die erste Single der Beach Boys, die mehr als 1 Million Mal verkauft wurde und die weltweit an die Spitzen der Charts stürmte.

Der bekannte Publizist Derek Taylor nannte es eine „Taschen-Symphonie“. Eine angemessene Beschreibung, wenn man die kaleidoskopischen Sätze in Betracht zieht, mittels derer Wilson sowohl die Reichweite seiner musikalischen Vision demonstrierte als auch aufzeigte, dass das Aufnahmestudio nicht nur das Atelier des Künstlers ist, sondern vielmehr ein Schlüsselinstrument um seine Kunst zu erschaffen.

 

Jeder im Musikgeschäft fragte „Wie hat er das gemacht“ und „Was kommt als nächstes?“

„Smile“ sollte ein komplettes Album werden, geschrieben und aufgenommen im „Modular Music“-Stil von „Good Vibrations“. Brian hatte es fast vollendet als eine Verkettung verschiedener Umstände (Druck der Industrie, technische Herausforderungen, persönliche Probleme, gruppeninterne Dynamiken etc.) ihn zwangen, es hintanzustellen.

Alle im Business, allen voran die Beatles hatten auf den Nachfolger gespannt gewartet, aber wie ihr Produzent Sir George Martin mit Bedauern feststellte, „wir warteten umsonst“.

In den folgenden 37 Jahren wurde „Smile“ dann zum wohl bekanntesten unvollendeten Album überhaupt.

 

Wilson kämpfte über die Jahre gegen seine persönlichen Dämonen, beruflich erlebte er entsprechend auch ein Auf und Ab, trotzdem produzierte er weiterhin musikalische Juwelen, ganze Alben ( 1968 „Jazzy Friends“, 1977 „Love You“) wie auch einzelne Songs („Time To Get Alone", „This Whole World", „Add Some Music To Your Day", „’Til I Die", „Marcella" und „Sail On Sailor"), die bewiesen, dass sein kompositorischer Zauber nach wie vor intakt war.

 

1988 erschien sein erstes Solo-Album mit „Love & Mercy“, mit dem er heute gern seine Konzerte beendet oder Vintage Songs wie „Melt Away”, „There’s So Many”, „Baby Let Your Hair Grow Long” oder dem ersten verlängerten Stück seit der „SMiLE“-Ära, einer „Modular“ Suite namens „Rio Grande“.

 

Durch seine Hochzeit mit Melinda Ledbetter 1995 erlangte Wilson „emotionale Sicherheit“, die es ihm ermöglichte sich wieder Vollzeit der Musik zu widmen. Mit „Imagination“ folgte 1998 sein zweites Soloalbum und 1999 kam das absolut Unwahrscheinliche: Brian Wilson, mit seinem schon fast legendären Lampenfieber wurde zum Live in Concert-Künstler.

 

Im Sommer 2000 startete seine „Pet Sounds“ Symphonic Tour, die nicht nur einmal als „das beste Konzert aller Zeiten“ betitelt wurde. Mit gutem Grund, denn nur wenige hatten damit gerechnet das Studio-Meisterwerk „Pet Sounds“ jemals live zu hören, und noch weniger damit seinen Schöpfer zu erleben wenn er Kompositionen wie „Don’t Talk“ oder „Caroline No“ leidenschaftliches Leben einhaucht.

 

Am Tag nachdem er den prestigeträchtigen Ivor Novello Award for Lifetime Achievement 2003 in Großbritannien erhalten hatte, kündigte er das Unvorstellbare an: entgegen aller Vorzeichen und enormen Erwartungen ausgesetzt würden Wilson und frühere Mitstreiter wie Van Dyke Parks und Darian Sahanaja SMiLE live auf die Bühne bringen.

Im Februar 2004 war es dann in Londons Royal Festival Hall soweit, Medien und Musiker erwarteten das Ereignis gleichermaßen gespannt und feierten die Aufführungen ekstatisch.

Nach einer ausgedehnten Tour durch Großbritannien und Kontinental-Europa folgte die Vollendung im Studio: „Brian Wilson presents SMiLE“ erschient im September 2004 und übertraf wie schon die Live-Umsetzung alle Erwartungen, es wurde mehrfach als „Album des Jahres“ ausgezeichnet und brachte Wilson seinen ersten Grammy Award.

 

Wilson veröffentlichte 2008 „That Lucky Old Sun“, das das Rolling Stone Magazine als „seine stärkste Arbeit seit Jahren“ feierte.

2009 arbeitete er an einem ganz besonderen Album – mit der   Zustimmung des George Gershwin Nachlasses konnte er zwei bis dato unvollendete Fragmente des verstorbenen Künstlers komplettieren.

 

Wer Brian Wilson schon live erlebt hat, weiß um seine Magie. Wer seine Alben gehört hat, versteht warum er „der Mozart des Rock“ oder „der Gershwin seiner Generation“ genannt wird. In einer Kultur, in der Trends über Nacht entstehen und auch verschwinden können, ist er immer noch da.

Manche sagen, wenn Musik Mathematik ist, könnte Wilson Einstein sein. Aber genaugenommen braucht es keine Vergleiche: er ist Brian Wilson, ein amerikanischer Komponist, Arrangeur und Produzent, dessen Werk seine Stärke, seine Zeitlosigkeit und Tiefe bereits bewiesen hat.

OFFICIAL WEBSITE:

http://www.brianwilson.com/



 

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